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Informationen zu Pfarrern der Vergangenheit

Unter Johann Wolfgang Wohlrab (1714 - 1725) entstand 1723 das erweiterte Gotteshaus. Der alte Turm blieb erhalten. Er endete in eine Pyramide mit einer kleinen Laterne. Den Bau der neuen Kirche unterstützten die Satzenhofer auf Fuchsberg großzügig (Ziegel- und Holzlieferung).

Nicolaus Nachan (1744 - 1786), er baute das St. Jakobs Kirchlein, wozu er auch 100 Gulden beisteuerte. 1758 errichtete Nachan den Kreuzweg in der Teunzer Kirche, renoviert wurde dieser 1773 und 1876. Die Beichtstühle folgten 1769. Unter Pfarrer Nachan kam auch das Bild auf dem Hochaltar "Maria vom guten Rate" nach Teunz, und am 30.09.1774 wurde sie zur Patronin Teunz erhoben (2. Patronat).
Auch Kirchendiebe gab es damals schon: Im Jahre 1780 raubten sie die Sakristei aus. Pfarrer Nachan ließ dann aus seinen silbernen Bestecken einen größeren silbernen Kelch anfertigen. Zur Zeit Pfarrer Nachans wurden die letzten Satzenhofer in der Gruft begraben.

Wolfgang Bottenhofer (1817 - 1828) ehem. Augustinermönch, brachte die Kirchenstühle aus dem säkularisierten Kloster Neukirchen bei Hl. Blut nach Teunz. Aus der dortigen Klosterkirche stammt auch der Rokoko-Hochaltar der Teunzer Pfarrkirche.

1834 wurde unter Pfarrer Michael Haesl ein neuer Turm auf der Nordseite der Kirche erbaut, als Ersatz für den durch Blitzschlag zerstörten. Auf Wunsch König Ludwig I. entwarf Leo von Klenze den Turm im klassisch-griechischen Stil. So wurde er auch - zum Missfallen der Bürger - gebaut. Die Bausumme betrug 2.556 Gulden. Baumeister war Andreas Grundler und Zimmermann Johann Auhuber, beide Oberviechtach.

Am 04. Juli 1845 wurde Teunz von einem furchtbaren Brand heimgesucht. Dabei wurde auch der Pfarrhof eingeäschert. Alle Pfarrbücher und Urkunden fielen den Flammen zum Opfer. 1857 erfolgte unter Joh. Ev. Wagner die Erbauung des neuen Pfarrhofes.

In der Zeit des Pfarrers Georg Hofmann fiel die Neuerstellung der Turmbedachung, nachdem 1870 der Klenze-Turm sein Dach verloren hatte und Reparaturen nichts fruchteten. Die Teunzer wollten nun "auch einen Turm wie andere Leute" und legten der Regierung einen schönen Plan vor, gezeichnet von Architekt Dengler aus Regensburg. Doch die Regierung fand diesen Plan für "zu geschmackvoll" und legte einen Alternativplan vor, der wiederum nicht das Gefallen der Gemeinde fand, man beharrte auf dem Dengler-Entwurf. Daraufhin brachte das Bezirksamt eine neuen Entwurf herbei, der nach langem Hin und Her von den Teunzern nur wegen des Zuschusses akzeptiert wurde. Dieser ungeliebte Turm ist der Heutige. Damit die Teunzer auch wussten, was die Glock´ geschlagen hatte (seit 1860 stand die Turmuhr; ehemals aus dem Schloss Fuchsberg nach Teunz verbracht) schaffte man 1878 eine neue Turmuhr an. Uhrmacher Johann Schulz aus Kelheim kassierte dafür 572 M. Die Anschaffung ermöglichten u. a. die Spender Sybilla Scheuerer (Schömersdorf), Erhard Roßmann (Fuchsberg), Martin Schneeberger (Fuchsberg), Michael u. Adelheid Gillitzer, Michael und Maria Ebendorfer (alle Teunz).

Pfarrer Jakob Wendl strebte eine nochmalige Vergrößerung des Gotteshauses an. Die Pläne dazu fertigte Regierungsbaumeister Günthner aus Regensburg. 1958 wurde das Presbyterium abgebrochen und der Kirchenraum nach Süden und auch nach Westen erweitert. Dem Hochw. Herrn Kammerer Jakob Wendl verlieh der Gemeinderat am 09.07.1961 das Ehrenbürgerrecht von Teunz. Am 03. April 1992 ist Jakob Wendl im Alter von 89 Jahren in Regensburg gestorben.

Von 1972 bis 1999 steht der Pfarrei Teunz Pfarrer Ludwig Weiß vor. In dieser Zeit erfolgte im Jahre 1976 die Außenrenovierung, die Installation einer Lautsprecheranlage (1978) sowie die Innenrenovierung (1983) der Pfarrkirche. Die Kirche fasst 400 Sitzplätze. Des weiteren wurde der frühere Kindergarten in Arztpraxen und ein Pfarrheim (St. Ludwig) umgebaut sowie der Kindergarten Hl. Familie errichtet. Unter die Wirkungszeit von Pfr. Weiß fallen auch Renovierungsarbeiten an der Kirche St. Jakob bei Fuchsberg. So wurde in den Jahren 1975 ? 1978 eine Innenrenovierung und im Zuge der Außenrenovierung (1991) das Dach der Kirche St. Jakob völlig neu eingedeckt sowie der Dachreiter mit Glocke versetzt.
Pfarrer Weiß wurde am 21.12.1939 in Beidl geboren und kam als Student in das Bischöfliche Knabenseminar nach Regensburg. In der Donaustadt studierte er dann Theologie. Am 29.06.1965 wurde Ludwig Weiß von Bischof Rudolf Graber in Regensburg zum Priester geweiht. Seine Wirkungsstätten waren: 1965 Kooperator in Donaustauf, 1966 Präfekt im Bischöflichen Studienseminar in Weiden, ab 1972 Priester in Teunz mit Wildeppenried und ab 1999 Ruhestandspfarrer in Neuaigen. 2008 zog der Geistliche nach Waldasassen und konnte wegen seiner angeschlagenen Gesundheit nur bedingt in der Pfarrei Waldsassen noch mitwirken.

Am 07. Juli 1990 feierte Pfr. Weiß sein 25jähriges Priesterjubiläum. Nach 27jährigem Wirken hat sich Pfr. Ludwig Weiß im Jahre 1999 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand zurückgezogen. Am 05.07.2007 ist er im Krankenhaus in Waldsassen verstorben. Auf seinem Wunsch wurde er im Priestergrab in seiner Geburts- und Heimatpfarrei Beidl am 10.07.2010 beerdigt.

Von 1999 bis 2012 war Pfarrer Leo Heinrich in Teunz tätig. Im Jahre 2001 wurde die Außenrenovierung der Kirche abgeschlossen. Die Innenrenovierung erfolgte ebenfalls während seiner Tätigkeit in Teunz.

Seit 2012 ist Pfarrer Herbert Rösl in Teunz tätig.

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