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Wissenwertes

Wie ist das mit dem Taufpaten/der Taufpatin?

Um Christ zu werden, braucht es Menschen, die einem an der Hand nehmen und begleiten. Das sind zunächst Sie als Vater und Mutter. Aber auch der Pate, die Patin soll dem Kind ein wichtiger Begleiter auf dem Lebens- und Glaubensweg sein. Er/sie soll das Kind im Glauben mittragen und es hinführen zu einem Leben in der Gemeinschaft der Kirche.

Die Voraussetzungen, um ein Patenamt übernehmen zu können, sind:

  • Katholisches Bekenntnis;
  • Mindestalter 16 Jahre;
  • Empfang der Taufe, Eucharistie und Firmung;
  • Teilnahme am Gottesdienst;
  • eine Lebensführung, die mit den zu übernehmenden Diensten vereinbar ist.

Der Pate darf nicht Vater oder Mutter des Täuflings sein.

Ein Getaufter, der nicht der katholischen Kirche angehört, darf nur zusammen mit einem katholischen Paten als Taufzeuge zugelassen werden.

Und wenn ich als Erwachsener getauft werden möchte?

Dann nehmen Sie Kontakt mit Pfarrer Herbert Rösl!

In der Regel geht der Taufe eine längere Zeit der Vorbereitung voraus, der sog. Katechumenat. Es geht dabei darum, den christlichen Glauben (näher) kennen zu lernen und mit dem Gottesdienst und den Festen des Kirchenjahres vertraut zu werden. Wie das konkret aussehen wird, können Sie mit unserem Pfarrer besprechen.

Nach einer gewissen Zeit der Vorbereitung stellt der Pfarrer einen Antrag an das bischöfliche Generalvikariat um Erlaubnis zur Aufnahme, da für die Aufnahme eines erwachsenen Bewerbers der Bischof zuständig ist.

Die Taufe findet in der Regel und wenn möglich in der Osternacht statt. In dieser Feier werden Sie auch die Kommunion und Firmung empfangen.

Wozu sollte ich mein Kind oder mich taufen lassen?

Mit Jesus Christus verbunden
In der Taufe verbindet sich mein Leben mit Jesus Christus. Die Salbung mit Chrisam, das weiße Taufkleid und die brennende Taufkerze machen dies deutlich. Jesus hat Menschen immer wieder ins Leben geführt, ihnen Ansehen geschenkt und Hoffnung gebracht. Er selber hat den Tod überwunden und ist auferstanden. Er führt auch mich ins Leben und schenkt mir Leben über den Tod hinaus! In der Freundschaft zu Jesus kann das Leben gelingen!

Neues Leben
In der Taufe wird mir „neues Leben“ geschenkt. Ich werde hineingenommen in die lebensschaffende Beziehung zu Gott. Wenn ein Kind getauft wird, ist es darauf angewiesen, dass man ihm von Gott erzählt. Es braucht Menschen, die ihm helfen zum Glauben an Gott zu finden. An erster Stelle sind es die Eltern! Durch religiöse Erziehung können sie dem Kind Sinn und Halt im Leben vermitteln.

Aufgenommen in die Gemeinschaft
In der Taufe werde ich aufgenommen in die Gemeinschaft der Kirche, in die Gemeinschaft all derer, die an Jesus Christus glauben.

Was ist zu tun, wenn ich mein Kind taufen lassen möchte?

Nehmen Sie telefonisch oder persönlich mit unserem Pfarrbüro Kontakt auf. In der Regel wird ein Kind dort getauft, wo Vater und/oder Mutter leben.

Vor der Taufe wird unser Pfarrer zu einem Taufgespräch zu Ihnen nach Hause kommen. Dieses Gespräch dient der Vorbereitung auf die Taufe. Es ermöglicht Ihnen, manche Fragen zu klären oder auch abzusprechen, wie Sie die Tauffeier mitgestalten können.

Welche Unterlagen sind für die Anmeldung zur Taufe notwendig?

Für die Anmeldung zur Taufe

  • müssen Sie eine Geburtsurkunde vorlegen, von der dann eine Kopie erstellt wird.
  • Wenn Sie ein Stammbuch besitzen, bringen Sie dieses ins Pfarrbüro mit, dann wird die erfolgte Taufe eingetragen.

Bei der Anmeldung werden neben den persönlichen Daten der Eltern auch die/des Paten/der Patin erfasst.

Was ist für die Taufe zu besorgen?

Zur Taufe selbst bringen Sie bitte eine Taufkerze mit. Schön wäre es, wenn jemand aus Ihrem Familien- oder Freundeskreis diese Kerze gestalten könnte, z.B. mit Vornamen und Taufdatum versehen könnte. Die Taufkerze ist eine „Lebenskerze“, die am Geburtstag, Namenstag und Tauftag entzündet werden kann. Sinnvoll wäre es, diese auch bei der Erstkommunion oder Firmung wieder zu verwenden.

Wenn es in Ihrer Familie ein Taufkleid gibt, dann nehmen Sie dieses mit zur Tauffeier und ziehen Sie es dem Kind erst nach der Taufe an. Das Taufkleid kann auch selbst genäht und mit dem Namen des Kindes bestickt werden.

Wie läuft die Taufe ab?

  • Die Feier der Taufe beginnt am Eingang der Kirche. Nachdem die Eltern und Paten ihre Bereitschaft erklärt haben, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen, wird der Täufling mit dem Kreuz bezeichnet und somit in der Gemeinschaft der Kirche begrüßt.
  • Nach dem Einzug in die Kirche folgt der Wortgottesdienst mit Lesung, Predigt, Anrufung der Heiligen, Fürbitten und Gebet um Schutz vor dem Bösen. Dieses Gebet wird bekräftigt durch die Salbung mit dem sog. Katechumenenöl, oder der Handauflegung.
  • Nun beginnt am Taufbrunnen die eigentliche Taufe. Nach der Weihe des Wassers werden die Eltern und Paten dem Bösen absagen und ihren Glauben an den dreifaltigen Gott bekennen. In diesem Glauben empfängt das Kind die Taufe. Der Priester tauft das Kind „im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes". Die anschließenden Riten verdeutlichen die Beziehung zu Jesus Christus und das Geschenk des neuen Lebens: Die Salbung mit wohlriechendem Öl (Chrisam genannt), das weiße Taufkleid und das Licht der Taufkerze. Im Effata-Ritus (Effata heißt so viel wie „Öffne dich!“) berührt der Priester Ohren und Mund des Neugetauften. Das Kind soll offen werden für die Botschaft Gottes und den Glauben bekennen.
  • Die Feier endet mit dem Vater unser und dem Segen.
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