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In welchen Situationen wird das Sakrament der Krankensalbung gespendet?

Bei vielen katholischen Christen ist das Sakrament als „Letzte Ölung“ fest im Bewusstsein verwurzelt. Der lateinische Begriff „extrema unctio“ muss aber nicht zwingend zeitlich, also als „letzte“ Handlung im Leben eines Menschen verstanden werden, sondern deutet auch auf den sakramentalen Beistand in „extremer“ Lebensangst hin.

Infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) spricht die Kirche nun lieber von der „Krankensalbung“, um deutlich zu machen, dass diese sakramentale Zuwendung Gottes nicht nur in akuter Todesgefahr, sondern auch weit im Vorfeld bei schwerwiegender gesundheitlicher Belastung eines Menschen helfen möchte.

Die Mitteilung einer ernsten Diagnose oder die Situation vor einer schweren Operation können Gelegenheit für die Krankensalbung sein. Wer lange Zeit bettlägerig ist, kann das Sakrament auch mehrmals empfangen.

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