Der Kirchenpatron im gesamten Deckengewölbe
Von St. Martins Leben und Sterben wird in kleinen Szenen in den Fresken des Chorraumes erzählt.
In der Mitte Martin auf dem Sterbebett, am Kopfende betende Kleriker.
Vor dem Bett ist der Teufel mit ausgestreckter Hand abgebildet, der nach der Legende in den letzten Stunden des frommen Mannes noch versuchte, dessen Seele habhaft zu werden. St. Martin verwies ihn aber zurück in seine Schranken.
Über dem Sterbelager erwarten musizierende Engel auf einer Wolke die Seele des Sterbenden.
Ein anderes Chorfresko zeigt die Überführung des Leichnams Martins, davor zwei Bettler. Nach der Legende war der eine lahm und der andere blind. Der Blinde trug den Lahmen auf dem Rücken und der Lahme wies dem Blinden den Weg. So verdienten sich die beiden durch Betteln gut ihren Lebensunterhalt. Sie hatten von den Krankenheilungen Martins gehört und flohen vor dem Leichenzug, um ja nicht geheilt zu werden und so auf ihr leicht verdientes Einkommen nicht verzichten zu müssen. Doch in einer Gasse begegnete
er ihnen unversehens und die beiden wurden gegen ihren Willen gesund.
Diese und noch andere Geschichten sind in der „Legenda aurea“, einer Sammlung von Heiligenlegenden, nachzulesen (verfasst 1263-1273 von Jacobus de Voragine).
Der Freskant Johann Franz Lidmann (geb. 1716 oder 1717 in Nabburg) hat dieses Werk wohl gut studiert und die Geschichten um St. Martin hier in Niedermurach buchstäblich ins Bild gerückt.