Aus dem Landkreisbuch von 1970 .... (St. Lambert Teunz)
"Den künstlerisch bedeutendsten und schönsten Hochaltar hat zweifelsohne die St.-Lambertuskirche in Teunz. Entstanden in der Hochblüte des Rokoko (um 1750), ist er ein Meisterwerk kunstvollen Zusammenspiels von Architektur, Bildhauerei, Malerei und Ornamentschnitzerei - kurzum, ein Gesamtkunstwerk. Mit vollendeter Choreographie sind die Figuren (u. a. St. Joachim und St. Anna) zu einem feierlichen Schauspiel arrangiert: "theatrum sacrum" (der Altar stammt aus der Klosterkirche Neukirchen zum Hl. Blut).
Die Nebenaltäre und die Kanzel, ebenfalls Rokoko, sind wesentlich schlichter, doch führt gerade diese Schlichtheit auf den Hochaltar als Steigerung hin. An beiden Nebenaltären in Tabernakelhöhe je zwei Reliquienbehälter mit Martyrerportraits, entzückende Rokoko-Schmuckstücke.
Sehr feinsinnig ausgewogen sind die Farbnuancen des rechten Nebenaltarbildes "Beweinung Christi"; der Maler ist unbekannt. Das Gemälde des St. Lambert *) (linker Nebenaltar), sowie der Kreuzweg sind kunstlose Produkte aus dem 19. Jahrhundert.
Temperamentvoll und außerordentlich eindrucksvoll sind die 12 Apostelfiguren im Kirchenschiff, vier davon zu einer Kreuzigungsgruppe geordnet. Bemerkenswert phantasiereiche Rokokoschnitzereien finden wir auch an den beiden Beichtstühlen und an der Chorbank. ..."
*) Anmerkung zum textlichen Inhalt des Landkreisbuches von 1970:
Das Gemälde auf dem linken Nebenaltar zeigt nicht St. Lambert, sondern den hl. Sebastian. Der hl. Sebastian wird dort in der selteneren Darstellungsform als Ritter mit Pfeilen und dem Palmzweig der Märtyrer in den Händen gezeigt.